Ribbon Of The Past von _Bella_ (Kai & Hilary) ================================================================================ Kapitel 48: → WM - Beginn ------------------------- so, nachdem ich nunmal ferien habe, komm ich auch mal wieder zum schreiben....xDDD das hier ist eher ein zwischenkapitel bis wir uns nun endlich dem ende nähern...xDDDD ----------------------------- WM – Beginn Es war der Tag vor der WM und es war eine Woche her das Kai sich nachts in das Gebäude der BEGA geschlichen hatte. Vorbei an unzähligen Kameras und Sicherheitsleuten, war er wie ein unsichtbarer Schatten durch die endlosen Flure geschlichen, bis er bei mir gewesen war. Er hatte früh gehen müssen, es war noch nicht einmal hell gewesen und ich hatte ihn nicht einmal richtig gesehen, da ich es nicht gewagt hatte, das Licht anzumachen. Ich hatte Angst davor gehabt ihn anzusehen, seine Gesichtszüge zu sehen, in seine Augen zu blicken und zu wissen, dass ich nicht mit ihm gehen konnte. Außerdem hatte ich Angst davor gehabt, was ich sonst noch sehen würde. Ob die Sorgen die er sich gemacht hatte, die Angst und die Wut wohl seine Spuren in seinem Gesicht hinterlassen hatten. Ob sein Blick wieder so kalt war wie früher. So war es uns beiden leichter gefallen, als er gegangen war, als er leise und unsichtbar wie ein Schatten aus meiner Tür geglitten war. In dieser Nacht hatte ich wieder Mut und Hoffnung geschöpft und glaubte nun selbst wieder daran, dass es einen Ausweg gab. Jetzt stand ich wieder im Trainingsraum, hörte Boris zu wie er uns noch einmal das Vorgehen für morgen einbläute. Ich hörte ihm nur mit halbem Ohr zu, wollte das Ganze nicht schon wieder hören, sondern verkroch mich wieder in meinen Gedanken, wie ich es so oft tat. Zudem machte mir der morgige Tag Angst. Ich wollte nicht gegen einen meiner Freunde kämpfen, vor allem hatte ich Angst, dass ich gegen Kai kämpfen musste. Und so wie ich Boris kannte, hatte er sicher alle Hebel in Bewegung gesetzt, das genau das eintrat um mich und ihn noch mehr zu quälen. Meine Hände zitterten leicht und ich ballte sie zu Fäusten in den Hosentaschen, damit es niemand bemerkte. Boris‘ Stimme drang nur wie ein dünner Nebel zu mir durch, fand nur wenige Löcher in der Mauer aus meinen Gedanken und Wünschen. Nur zu deutlich hatte ich noch den ersten Moment in Erinnerung, als ich erkannte, dass er es war, der da in mein Zimmer geschlichen war und nicht Aron. Kais Stimme im Gedächtnis, ließ ich meinen Blick auf Boris ruhen und triftete dann langsam weg… „Du hast mir so gefehlt…es gab Zeiten da dachte ich, ich sehe dich nie wieder!“, sagte ich, als ich meine Stimme wieder fand. „Ich weiß…als dieser Bericht über euch im Fernsehen kam und alles um dich herum zerplatzt ist, dachte ich das auch…“ Kais Stimme klang ruhig, doch deutlich war seine Angst, seine Wut und seine Verzweiflung darin zu hören. Ich schmiegte mich näher an ihn, sog seinen Geruch auf und zum ersten Mal seit langem, legte sich ein ehrliches, zufriedenes Lächeln auf meine Lippen, als ich mir sicher war, das ich nicht nur träumte. Er war hier. Für mich zählte nur das. Er hatte nichts von dem geglaubt, was die Medien berichtete hatten und er hatte mich nicht vergessen. Er hatte mich nicht aufgegeben. Hatte uns nicht aufgegeben. „Wir finden einen Weg Hilary…Ich weiß noch nicht wie, aber irgendwie werden wir Boris zu Fall bringen!“, sprach er weiter, drückte seine Lippen gegen meine Stirn. Sein Griff verstärkte sich, zog mich näher zu sich und meinetwegen hätte er mich noch dichter an sich drängen können. Ich nickte stumm, wollte nicht über Boris nachdenken, wollte nicht darüber nachgrübeln was noch passieren würde. Ich wollte nur hier liegen, wollte dass die Zeit anhielt, mich hier mit Kai alleine ließ und alles von uns fernhielt, was uns wieder trennen könnte… „Habt ihr das kapiert?!“ Boris‘ Fauchen durchdrang meine wunderbare Erinnerung und ich schreckte hoch. Er fixierte mich mit seinen Augen, welche hinter seiner Brille zu glühen schienen und durchbohrte mich, als wollte er versuchen, meine Gedanken aufzuspießen. Ich nickte nur mit ernster, verschlossener Miene und folgte den anderen, die sich bereits abgewandt hatten, dann zur Tür. „Hast du gerade an Kai gedacht?“, fragte Boris mit tödlicher, kalter Stimme und ich erstarrte. Aron warf mir einen Blick über die Schulter zu und blieb ebenfalls stehen, während der Rest verschwand. Ich schüttelte nur den Kopf und bedeutete ihm mit einem Kopfnicken zu verschwinden. Ich brauchte keine Hilfe von ihm und es ging ihn nichts an. Er zögerte noch einen Moment, dann verließ er den Raum und ich wandte mich langsam mit düsteren Augen um. „Habt ihr tatsächlich geglaubt, mein Sicherheitssystem würde nicht bemerken, wenn sich jemand im Gebäude befindet, der hier nichts verloren hat?“ Wieder durchbohrten mich seine stechenden Augen, wieder sagte ich nichts, sondern starrte nur zurück. „Konnte Kai es noch genießen dich anzusehen? Dich anzufassen?“ Boris trat näher zu mir, zog eine Haarsträhne aus meinem Haarknoten und wickelte sich um seine Finger. Ich schluckte angewidert, tat aber noch immer nichts. „Oder war er angewidert von dem kalten, toten Wesen, das ich aus dir gemacht habe? Das ihm noch vor wenigen Jahren so ähnlich gewesen wäre, hätte er dich nicht als aufgedrehtes, lebensfrohes Mädchen kennengelernt und deinen Werdegang zur Frau mit eigenen Augen miterlebt. Sicherlich würde er gerne weiterhin an deiner Seite sein und seine unbefriedigten, männlichen Gelüste stillen, aber du verwehrst ihm diesen Wunsch – nur weil du mir nicht sagen willst, wo das verdammte Bitbeast ist. Nur ein Wort und du könntest gehen kleine Hilary.“ Sein fauliger Atem streifte meine Wangen, während sein heißeres, kaltes Flüstern mich durch Mark und Knochen ging. „Du kannst mich mal!“, zischte ich leise und schrie eine Sekunde später auf, als Boris Finger sich in mein verknotetes Haar gruben und meinen Kopf mit einem heftigen Ruck, nach hinten in den Nacken riss. Meine Wirbel knirschten protestierend auf. „Sag das nochmal!“, spuckte er aus und winzige Speicheltropfen besprühten meine Wangen mit einem feinen Film. „DU KANNST MICH MAL!“, brüllte ich ihn an und riss mich los. Mehrere dunkle Haarbüschel hingen wirr zwischen seinen Finger herab und wieder lächelte er sein diabolisches Grinsen. „Wenn ich nicht wüsste dass ich dich mit nur einer Drohung gegen deine Familie, wieder zur Vernunft bringen kann Hilary, würde ich jetzt wirklich wütend werden. Aber so…bist du doch nur eine meiner Marionetten!“, gab er mit dröhnendem Lachen von sich und ging zur Tür. „Reiß dich morgen zusammen und bring uns den ersten Sieg, verstanden?“, rief er noch immer grinsend über die Schulter und verschwand ohne meine Antwort abzuwarten – denn die kannte er schon. Ich fühlte mich merkwürdig durch die Zeit zurück versetzt. Vor fast neun Monaten hatte ich schon einmal in einem der langen Gänge gestanden, die in die Arena führten und der entfernten Jubel der Fans war mir entgegen geweht. Und nun war es wie ein Déjà-vu. Wieder stand ich in einem dieser Gänge, nicht so vertraut wie der von damals, denn der Geruch nach frischer Farbe hing noch immer in der Luft. Der Bau des neuen Stadions war erst wenige Tage vor WM-Beginn vervollständigt worden und alles war noch neu und unbenutzt, die Wege und Gänge ähnlich angelegt, doch das neue Design und vor allem die vielen neuen Sicherheitssysteme, gaben dem ganzen fast den Eindruck eines modernen Gefängnisses. Zumindest in dem Teil, zu dem die Besucher keinen Zutritt hatten, vermutete ich, während mein Blick wieder zum Ende des Ganges wanderte, durch das helles Licht und laute Schreie strömten. Meine Hände bebten, als wir uns in Bewegung setzten und der tobenden Menge näher kamen. Grelles Licht schlug uns entgegen als wir schließlich das riesige Stadium betraten und die hohen Ränge waren bis zum letzten Platz gefüllt. Mr. Dickenson stand auf einem Pedium hinter einem Mikrofon und sein Blick wanderte einen Moment zu uns, bevor er die johlenden Menschen durch einen lauten Ruf ins Mikro um Ruhe bat und die Eröffnung der WM begann. Ich hörte ihm nur nicht zu. Mein Blick war quer durch die Halle gewandert, hin zu Kai und den anderen, deren Blicke ebenfalls auf mir ruhten. Kais dunkle Augen ruhten auf mir und ich brachte ein mattes Lächeln zustande, während Mr. D über das neue Stadion, die neuen Sicherheitssysteme und die nun hoffentlich friedlich verlaufende Weltmeisterschaft sprach. Erst als die Menge erneut in Jubelrufe ausbrach riss ich mich aus meiner Trance los und bekam noch mit wie Mr. Dickenson erklärte das der damals durch die Explosion abgebrochene Kampf zwischen meinem und Kais Team nun nachgeholt werden würde und die ersten Blader nun vortreten sollten. Boris blickte mich an, ein tödliches Lächeln umspielte seine Mundwinkel, während ich vortrat und, zu meinem Entsetzen, es mir Kai auf der gegenüberliegenden Seite gleich tat. Ich hatte es gewusst, ich hatte die ganze Zeit gewusst dass er uns gegeneinander ausspielen würde und doch traf es mich hart. Langsam, so als hätte ich vergessen wie meine Beine und Gelenke richtig funktionierten, ging ich nach vorne auf das Stadion zu, stellte mich hin und umklammerte meinen Blade mit noch immer bebenden Hände, während Kai mir gegenüber fast schon mechanisch nach Dranzer griff. Ich sah ihn lange an, presste die Lippen zusammen und hob den Starter, als das erste Startzeichen erklang. Ich holte tief Luft, bis meine Lungen zum bersten gefüllt waren, während AJ den Countdown zählte. Und dann, passierte alles rasend schnell. Kai und ich zogen beide zeitgleich an der Reißleine, die Blades schossen nach vorne, prallten in der Luft mit solcher Wucht zusammen das ein scharfer Wind durch die Halle fegte und kickten sich dann gleichzeitig in Richtung Aus. Dranzer schoss so schnell auf mich zu und das ich gerade noch Zeit hatte den Kopf zur Seite zu drehen. Und doch spürte ich, wie der Blade mein Haar streifte und das Haarband zerfetzte. Kais Dranzer fiel hinter mir mit leisem Klappern zu Boden, mein Blade landete wenige Meter hinter Kais Füßen, während sich mein Haar aus seinem Knoten löste und sich in einem Schwall über meinen Rücken bis zur Taille ergoss. Stille trat ein, keiner schien richtig zu realisieren was gerade passiert war. Ich drehte mich um, streckte die Hand aus, während mir das lange Haar ins Gesicht fiel und schloss die Finger um Dranzer. Dann richtete ich mich wieder auf, wandte mich Kai zu und ging zu ihm. Er tat es mir gleich, mit meinem Blade in der Hand. Und dann standen wir voreinander, streckten gleichzeitig die rechten Hände aus in denen wir die Blades des jeweils anderen hielten und blickte uns an – bevor wir auch die linken Hände ausstreckten und die Kreisel in die Handfläche des richtigen Besitzers legten. So verharrten wir, die Hände noch immer ineinander gelegt, die Blades dazwischen versteckt und blickten uns lange an. Kais Augen wanderten verwundert über die braune Flut aus Haar die mein Gesicht umrahmte, löste schließlich eine Hand und nahm eine meiner Strähnen zwischen seine Finger – genauso wie Boris am Vortag. Nur das ich dieses Mal lieber gegen Kai sinken und meine Arme um ihn schließen wollte, anstatt angewidert auszuspucken. Ich ließ ihn gewähren, denn als er bei mir gewesen war, war es dunkel gewesen und meine Haar immer noch zusammen gebunden. Und es schien ihn zu faszinieren, denn als wir zusammen in Russland gewesen waren, hatte ich auch lange Haare gehabt. Und so hielt ich weiter still. Es war mir egal ob wir in der Mitte einer Halle standen und von tausenden von Leuten angestarrt wurden oder das Boris zähnefletschend hinter mir stand und mir vermutlich später wieder ein paar saftige Schläge geben würde. Ich genoss die kurze, zarte Berührung seiner Hand und schöpfte daraus wie schon vor einer Woche wieder etwas mehr Mut und Kraft. Bis der Lärm der Leute zu uns durchdrang, der Moderator das Unentschieden ins Mikrofon brüllte und das Gebrüll zu einem fast unerträglichem Summen anstieg. Ich ließ die Hände sinken, umklammerte das Plastik und das kühle Aluminium in meiner Hand und mit einem letzten Sehnsüchtigen Blick wandte ich mich ab. Und während ich wortlos an Boris vorbeiging und Aron nun nach vorne zur Arena ging um seinen Kampf mit Ray anzutreten, versuchte ich mir Kais letzte Berührung an meiner Wange, bevor ich abgewandt hatte, tief ins Gedächtnis zu brennen. Denn wann ich seine weiche Haut wieder an meiner spüren würde, konnte noch lange dauern und für alles was mich an ihn erinnerte, war ich in dieser Zeit dankbar. ------------------------------------------ soa...ich denke mal das noch so 4-5 kapitel kommen werden....maximal....und dann is schluss!XD nach über 3 jahren...muhahahaa achja, die szene zwischen kai und hil hab ich irgendwann mal gezeichnet, was mich auch zu dem kapitel inspiriert hat, also falls man es sich nicht so gut vorstellen konnte: »Klick« bis zum nächsten kapitel dann...vllt dauert es ja auch nicht so lange...lol bye^^ Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)